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Shoot 'Em Up - Interview

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Land (Jahr): USA (2007)
Genre:Action, Crime, Drama, Thriller
Filmlänge:86min
Regie:Michael Davis
Kinostart:20.09.2007
 19.09.2007 (Romandie)
Drehbuch:Michael Davis

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Clive Owen: «Der Film heisst 'Shoot 'Em Up' und es ist ein schamloser Ballerfilm, in dem eine Schiess-Szene auf die andere folgt.»

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Clive Owen muss zum zweiten Mal in Folge auf ein Kind aufpassen. Das hat nichts damit zu tun, dass er bald Vater wird.

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Clive, der Titel des Films verrät nicht allzu viel über seinen Inhalt. Was passiert genau?
Genau das, was schon im Titel steht (lacht). Der Film heisst «Shoot 'Em Up» und es ist ein schamloser Ballerfilm, in dem eine Schiess-Szene auf die andere folgt.

War das der Reiz für Sie?
Nun, es war ein sehr geistreiches, erfrischendes, dynamisches und wirklich witziges Skript.

Wie Sie gesagt haben: Im Film gibt es sehr viele packende Kampfszenen. Wie schwierig war es für Sie, die ganze Choreographie zu lernen? Sie haben ja auch viele Stunts selber gemacht.
Es war wirklich sehr kompliziert. Aber wir hatten unglaubliches Glück, denn der Kameramann war Peter Pau, der schon «Crouching Tiger Hidden Dragon» inszeniert hat. Er hat sehr viel Erfahrung mit Action-Filmen, denn in China hat er schon viele davon gemacht. Das hat uns natürlich sehr geholfen. Dazu kommt, dass Regisseur Michael Davis sieben Jahre Vorarbeit geleistet und ein Storyboard für den kompletten Film gemacht hat. Er hat die meisten der grossen Baller-Szenen animiert, um den Leuten zu zeigen, wie er sie drehen will. Wir hatten also diese beiden - der eine extrem erfahren und der andere extrem gut vorbereitet. Es musste enorm viel organisiert werden, da es viele solcher Sequenzen gab. Aber sie haben das toll gelöst.

Mussten Sie den Cartoon-Aspekt mit einbeziehen, um einen Film wie diesen zu machen?
Ja, auf jeden Fall. Denn es ist ein so verrückter Film, der nichts mit unserem richtigen Leben zu tun hat. Es ist ein pures Kinoerlebnis. Ich finde es wichtig, dass man dabei nicht allzu geradlinig spielt. Denn der Film ist lächerlich, allerdings in einem guten Sinn. In einem verrückten und wilden Sinn. In einer der Eröffnungsszenen steche ich jemandem in den Hals und die Klinge tritt im Nacken wieder aus. Das trifft den Ton des Films gleich von Anfang an. Man weiss, dass es verrückt werden wird...

...und Smith sagt dabei «Iss' Gemüse» oder etwas in der Art.
«Iss' Gemüse», genau. Der Film ist vollgepackt mit solch verrücktem Humor.

Sie scheinen in Ihren Filmen immer ein Kind beschützen zu müssen...
Das hat was. Das war jetzt wirklich in zwei Filmen hintereinander so. Es geht zwar in beiden nicht nur darum, ein Kind zu beschützen, sondern es an einen bestimmten Ort zu bringen. Das habe ich ja in «Children of Men» schon gemacht und tue es in diesem Film wieder. Das ist schon etwas seltsam.

Hat das etwas damit zu tun, dass Sie bald Vater werden?
Nein, überhaupt nicht. Das ist reiner Zufall.

Wie viele Babys kamen bei den Dreharbeiten zu Schaden?
Es wurden keine Babys verletzt. Wir haben uns sehr gut um sie gekümmert und sie vor allem beschützt.

Sie wurden als kommender James Bond gehandelt, bevor Daniel Craig die Rolle bekommen hat. War jetzt dieser «Anti-Bond» das nächst Beste, das Sie ausgesucht haben?
Nein, denn dieser Film hat überhaupt keinen Bezug zur Bond-Reihe. Ich denke, es ist ein eigenständiges, originelles und sehr erfrischendes Projekt.

Ihr Charakter, Mr. Smith, wird als der wütendste Mann der Welt beschrieben. Es muss Spass gemacht haben, eine so eindrucksvolle Rolle zu spielen.
Ja, das stimmt. Vor allem all diese Schiessereien haben extrem viel Spass gemacht. Das hat vor allem mit Michael Davis' Art zu drehen zu tun. Er mag keine statischen Szenen, sondern will seine Figuren in Bewegung halten. Es gibt zum Beispiel eine grosse Sequenz in einem Apartment. Da geht es immer nur vorwärts, vorwärts, vorwärts. Da ist auch noch der freie Fall aus dem Flugzeug und die Liebesszene mit Monica Bellucci. In all diesen Action-Szenen denkt er einfach immer nur vorwärts.

Eine Szene hat mir besonders gefallen: Fast am Schluss ist die Lobby gut gefüllt. Etwa 50 Typen wollen Mr. Smith aus dem Gebäude schaffen. Welches ist ihre Lieblingsszene.
Ja, die ist toll. Mir gefällt aber die Szene im freien Fall am besten. Es ist eine unglaubliche Schiesserei dort oben. Es war auch witzig: Immer wenn ich gelandet bin, sah ich überall diese unzähligen Fallschirme herumliegen.

Im Film wird ein richtiger Masterplan durchgeführt, mit der Jagd auf das Kind und allem drum und dran. Das ist schon ein wenig beunruhigend, finden Sie nicht?
Ja schon, aber dies ist alles nur ein Vorwand, um die nächste Schiesserei anzufangen (lacht).

[Clive Owen wurde interviewt von Portmann Media]

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