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The Manchurian Candidate - Filmkritik

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Aka Titel:Der Manchurian Kandidat
Land (Jahr): USA (2004)
Genre:Thriller
Filmlänge:130min
Regie:Jonathan Demme
Kinostart:11.11.2004
 03.11.2004 (Romandie)
Drehbuch:Dean Georgaris

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Polit-Paranoia im neuen Jahrtausend

40

Jonathan Demme gelingt mit «The Manchurian Candidate», was kaum jemand erwartet hätte: Ein Remake von John Frankenheimers legendärer Geschichte um Gehirnwäsche und Kalte-Krieg-Paranoia, das dem übergrossen Original gerecht werden kann.

Bildgalerie

John Frankenheimers «The Manchurian Candidate» kam während der Kubakrise im Oktober 1962 in die amerikanischen Kinos. Der Kalte Krieg stand kurz vor seinem Höhepunkt, und der Polit-Thriller wurde - entgegen anders lautenden Legenden - zum Kassenschlager. In den kommenden Jahren verschwand der Film wegen Rechtsstreitigkeiten zwischen seinem Hauptdarsteller Frank Sinatra und dem Studio von den Leinwänden und Fernsehschirmen. Doch die Story um einen vermeintlichen Kriegshelden, der mittels Gehirnwäsche zum Attentäter im Dienst des Kommunismus wird, blieb unter Filmschaffenden Thema und Inspirationsquelle.

Sicher nicht alle Epigonen sind derart haarsträubend wie der Plot, den ein Drehbuchschreiber in Robert Altmans «The Player» vorschlug («ein 'leicht politischer' Thriller mit Herz und dem hellseherisch begabten Bruce Willis in der Hauptrolle, in etwa 'Ghost' meets 'The Manchurian Candidate'»). Filme wie «The Parallax View» (1974) spielten ebenso erfolgreich mit der Atmosphäre der Paranoia. Auch Jonathan Demmes Manchurian-Remake gelingt das sehr gut. Und dass der Film heute kaum weniger aktuell scheint als 1962 das Original, sagt viel über die Qualität der Vorlage von Richard Condon und vielleicht auch ein wenig über die Zeit, in der wir leben.

Demmes Updates der Story sind knapp, aber effektiv. Der aggressive Populismus, der früher von einem Senator im Stil von Joseph McCarthy ausging, wird nun von einem Mediensystem geliefert, das uns unentwegt mit lauten Jingles und News-Flashes bedient. Auch das Böse hat sich entstaatlicht und bei einem multinationalen Grosskonzern sein Zuhause gefunden.

Bei den Darstellern spielt Denzel Washington den Golfkrieg-Veteranen Ben Marco nicht mit der kühlen Souveränität von Sinatra, sondern gehetzt und verunsichert von Träumen und Ahnungen, dass einer seiner ehemaligen Soldaten durch Gehirnwäsche zum «Sleeper» wurde, der auf ein Signal für ein Attentat wartet. Den umprogrammierten Kongressabgeordneten Raymond Shaw gibt Liev Schreiber ebenso arrogant und zugleich hilflos wie zuvor Laurence Harvey. Bleibt Shaws Mutter Eleanor, deren Darstellung vor 42 Jahren Angela Landsbury zur Paraderolle geriet. Meryl Streep liefert hier die nicht weniger eindrückliche Darstellung einer manipulativen Übermutter, die es leicht mit Machiavelli aufnehmen könnte.

Der Film hat mit 130 Minuten gewiss seine Längen: Bruno Ganz' (Armin Mueller-Stahl war wohl ausgebucht) Auftritte als abtrünniger Wissenschaftler wirken klischiert, und die letzten Szenen der Geschichte sind zu kitschig geraten und relativieren den düsteren Grundton des Films unnötig. Mit seinem sicheren Gespür für Schauspieler- und Kameraführung liefert Jonathan Demme aber nicht nur seinen besten Film seit «Silence of the Lambs» (1991), sondern auch das würdige Remake eines Meisterwerks. [Jürg Tschirren]

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m&m's movie world filip: psychedelische film über wie weit mann jemand mani...
m&m's Nadja: Natürlich hat es mich schon gewundert, dass Denzel...
m&m's Danilo: Genialer Film!!!...