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The Pledge - Filmkritik

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Angler auf Mörderfang

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In seiner dritten Regiearbeit überträgt Sean Penn Dürrenmatts Roman «Das Versprechen» in eine ländlich amerikanische Parabel vom Angler und Detektiven Jerry Black (Jack Nicholson), dem ein ungelöster Mordfall und ein Gelübde an die Hinterbliebenen des Opfers am Tag seiner Pensionierung zum Verhängnis wird.

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Eigentlich wird er pensioniert, und er könnte jetzt sein Leben geniessen, der Hobby-Angler und Detektiv Jerry Black (Jack Nicholson). Seine Mitarbeiter bereiten ihm eine rauschende Party, schenken ihm ein Flugticket zu den besten Fischgründen Mexikos. Doch an eben dem Tag wird im verschneiten Wald die achtjährige Ginny Larson mit aufgeschlitzter Kehle gefunden. Alles deutet auf einen Mord. Trotz der Widerrede seines Vorgesetzten und seines Nachfolgers Stan (Aaron Eckard) kann es der alte Polizist nicht lassen, mit an den Tatort zu fahren und bei der Untersuchung mitzuhelfen. Black übernimmt die äusserst unangenehme Aufgabe, den Eltern des getöteten Kindes die schlimme Botschaft zu überbringen. Dabei lässt er sich auf ein Versprechen ein, das im zum bleibenden Verhängnis werden sollte: Er muss Ginnys Mörder finden, bei seiner Seligkeit. Seine Kollegen haben bald den vorbestraften Indianer Toby Wadenah (Benicio Del Toro) gefasst, und quetschen mit fragwürdigen Methoden ein schnelles Geständnis aus ihm heraus. Doch Jerry Black gibt sich nicht mit der simplen Lösung zufrieden, wie sie Derrick oder Köster dem TV-Publikum hundertfach präsentiert haben: Überzeugt von der Unschuld Wadenahs glaubt er, einem Serienmörder auf der Spur zu sein. Und sein Gelübde zwingt ihn, den Übeltäter zu fassen, koste es was es wolle.

Dürrenmatts Roman «Das Versprechen» trug schon den vielsagenden Untertitel «Requiem auf den Kriminalroman». Auch Sean Penn serviert uns - entgegen der «klassischen» Version von Ladislao Wajda aus den Fünfzigerjahren - in seiner eigenwillig in Szene gesetzten Verfilmung «The Pledge» zum Schluss kein todsicheres Krimi-Happyend. Penn lässt die Zuschauer ganz im Sinne des grossen Zweiflers Dürrenmatt mit derselben unbehaglichen Frage zurück, die er ihnen schon zu Beginn suggeriert: Was, wenn in der realen Kriminologie nicht Gerechtigkeit und Sühne, sondern Ungewissheit und Misserfolg die Regel sind?

Schauspielerisch wird «The Pledge» souverän getragen von einem erneut sehr starken Jack Nicholson, dem die sympathischen und ekelhaften Junggesellenschrullen, aber auch der neurotische Argwohn des alternden Ermittlers wie auf den Leib geschrieben sind. Auch die Besetzung seines etwas zu eifrigen Nachfolgers Stan Krolak ist mit Aaron Eckhart («Nurse Betty», «Erin Brockovich») gut getroffen. Allzu plump hingegen erscheint die Figur des Verdächtigen Toby Wadenah, der von Oscar-Laureatus Benicio Del Toro gespielt wird. Hier zeigt sich einmal mehr (erinnert sei mit Grausen an Johnny Depps grandiose Haartrachten und angeklebte Backenbärte in Ted Demmes «Blow»), dass man mit einer dummen Perücke eine Figur gehörig vermasseln kann. Ein Glück, dass der so lächerlich aufgemachte Verdächtige bald aus dem Drama ausscheidet und Platz macht für den unerbittlichen Fortgang der Geschichte. Abgesehen von diesem Lapsus ist aber «The Pledge» nicht nur für Freunde der Schweizer Schulliteratur sehenswert. Drehbuchautor Jerzy Kromolowski beweist mit seinem nicht werktreuen, aber meistens stimmig in eine neue Umgebung verpflanzten Plot, dass er seinen Dürrenmatt verstanden hat, und er denkt mit diesem die berüchtigte «schlimmstmögliche Wendung» zu Ende. [Gerhard Schaufelberger]

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m&m's movie world filip: starke regie anfang von penn, der mit into the wil...
m&m's Jerome: "Eine Geschichte ist erst dann zu Ende gedacht, we...
m&m's Adrian: Dieser Film ist kein typischer, billiger Hollywood...
m&m's Tobias: eines möchte ich vorne weg nehmen, dieser film ist...
m&m's Tuvok: Eine Psychotherapeutin soll ihm dabei helfen, die ...