Harry Potter and the Order of the Phoenix - Interview
| Aka Titel: | Harry Potter und der Orden des Phönix |
| Land (Jahr): | Grossbritannien, USA (2007) |
| Genre: | Adventure, Drama, Fantasy |
| Filmlänge: | 138min |
| Regie: | David Yates |
| Kinostart: | 11.07.2007 |
| 11.07.2007 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Michael Goldenberg |
Emma Watson: «Hermine ist sicherlich das Hirn der Truppe, ich mein, wo würden sie ohne Hermine sein?»
Emma Watson erzählt von der Chemie zwischen Hermine und Ron und von Hermines Modebewusstsein.
Emma, es ist wie immer schön, Sie zu sehen. Sieben Jahre dauert die Harry Potter-Zeit nun bereits an, und es muss schön für Sie sein, Antworten zu geben zu einer Figur, die Sie derart gut kennen.
Ja, ist es. Ich werde zwar immer noch nervös dabei, aber ich habe mich sicherlich verbessert und ich hatte ja diesbezüglich viel Gelegenheit zum Üben.
Da es zunehmend interessanter wurde, diese Rolle zu spielen, wurde es bestimmt auch zunehmend interessanter, mit den älteren Schauspielern zusammenzuarbeiten, nicht? Die Lücke zwischen den jungen und den weniger jungen Schauspielern ist kleiner geworden, oder?
Ja. Und ich fühle mich diesbezüglich auch sehr verwöhnt. Bei diesem Film beispielsweise wirken Helena Bonham Carter und Imelda Staunton mit. Und es war einfach grossartig, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ich hatte die reinste Freude, es war wirklich sehr toll.
Als Imelda Staunton auftauchte, reichte es, nur schon ihr Gesicht, ihr Make-Up anzuschauen. Das muss ziemlich eindrücklich gewesen sein, so mit ihr zusammenzuarbeiten.
Ja, sie ist dermassen furchteinflössend. Sie wird im Film von etwas Unheimlichem umgarnt. Auf der einen Seite ist sie diese Erscheinung einer netten Dame und darunter diese fürchterliche Frau. Schrecklich, aber sie spielt es sehr gut.
Auf jeden Fall. Was auch interessant war, sind die Visual Effects, die etwas anders waren als bisher. Es war somit auch bestimmt anders, damit zu arbeiten, richtig?
Ja, in diesem Teil kam Grawp vor. Ich glaube, das war so ziemlich der grösste Effekt, den wir hatten. Zu einem Zeitpunkt während des Drehs gab man uns einen Kopf von Grawp, um darauf blicken zu können. Und er war übersäht mit Markierungen. Vom Schauspieltechnischen her ist es ziemlich schwierig, mit etwas arbeiten zu müssen, das sich eigentlich bewegt, aber im Prinzip gar nicht da ist. Am Ende war ich sehr zufrieden mit der fertigen Version. Ich finde, es sieht toll aus.
Es handelt sich auch um das psychologischste Buch und analog dazu der psychologischste Film. Alle Figuren haben ihre eigenen Gefühle. Hatte das auch Einfluss darauf, wie Sie Hermine zu spielen hatten? Schliesslich ist sie die erwachsenste der ganzen Gruppe. Sie hat sich immer unter Kontrolle und verkörpert auf gewisse Art die grosse Schwester.
Ja, sie ist sicherlich das Hirn der Truppe. Sie ist den anderen in vielen Dingen überlegen, ich meine, wo würden sie ohne Hermine sein? Daher ja, sie ist schon sehr wichtig.
Die wären nirgendwo. In diesem Film beginnt auch die Chemie zwischen ihr und Ron sich etwas zu verändern. Damit wird auf die Geschehnisse im nächsten Buch hingeleitet. Wie verhält es sich nun damit? Alle sind sehr interessiert daran.
Ja, die Spannungen zwischen Ron und Hermine sind noch immer da. Es ist nicht so, dass sich extrem viel tut, aber es gibt gewisse Hinweise darauf, die, wie Sie gesagt haben, auf das nächste Buch und was da geschieht hinführen. Ansonsten tut sich in Sachen Romantik mehr bei Harry: Er hat seinen ersten Kuss mit Cho. Die Fans werden das sicher mögen.
Haben Sie Daniel Radcliffe auf dem Set ein wenig aufgezogen wegen der Kussszene?
(lacht) Nun ja, nein, ich fragte ihn, wie es lief und er schien ziemlich zufrieden zu sein. Ich war eben nicht da, als es geschah, was mich ganz aufgebracht hat, weil ich gerne zugesehen hätte. Aber leider war ich an dem Tag abwesend.
Nach sieben Jahren Harry Potter, gibt es da etwas, dass Sie noch immer als schwierig empfinden, oder sind Sie mit allem sehr vertraut?
Es ist schön, mit Selbstvertrauen filmen zu können. Das gibt einem die Möglichkeit, mehr Fragen stellen zu können und mehr daran teilzunehmen und dadurch auch mehr zu lernen. Ansonsten, nein, es ist noch immer jedes mal anders und spannend - Tag für Tag. Im Drehbuch ist so viel enthalten und ich befinde mich ständig in einem Lernprozess.
Ist es für Sie möglich, sich von Harry Potter zu distanzieren, wenn Sie sich in Ihr privates Leben zurückziehen? Wie gehen Sie da vor?
Man muss gut organisiert sein. Ich habe eine Familie, die mich sehr unterstützt und das hilft mir. Ehrlich gesagt, weiss ich es gar nicht so genau. Man versucht einfach sein Bestes.
Rupert Grint hat etwas interessantes gesagt: Er meinte, weil sein Haar so rot ist, sei es für ihn unmöglich, sich völlig zu distanzieren. Denn jeder erkenne ihn sofort. Ist es bei Ihnen ähnlich?
Ich werde oft erkannt. Aber bei Rupert, bei dem sind seine Haare dermassen rot, da ist es klar: Die Leute würden auch so schon auf ihn starren. So viel Glück habe ich also nicht, aber ja, ich werde schon erkannt.
Wo wir schon dabei sind: Bezüglich Glamour, Kleider und Kostümen, gibt es eine Lieblingsszene im Film, wo Sie vielleicht etwas anziehen dürfen, dass Ihnen sehr gefällt? Oder machen Sie sich nur für die Premieren chic?
Ja, ich mag tatsächlich einige der Dinge, die sie im Film trägt. Sie ist ziemlich cool mit ihren Hemden und den Pullis darüber und den Jeans... Sie sieht süss aus. Ich mein, sie ist keine Modeikone, seien wir ehrlich, aber die Art, wie sie die Dinge trägt, finde ich schon ganz cool. Aber an den Premiere-Abenden darf ich mich dann wirklich herausputzen.
Wissen Sie schon, was Sie an der diesjährigen Premiere tragen werden?
Ja, weiss ich (lacht).
Letzte Frage: Bezüglich der Freundschaft zwischen Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Ihnen - hat sich das noch weiter intensiviert und bedeutet Ihnen das noch immer so viel?
Ja, auf jeden Fall. Wir habe so viel Zeit miteinander verbracht und so viele Dinge zusammen durchgemacht. Dadurch stehen wir uns ziemlich nahe. Das ist sehr schön, denn im neusten Film gibt es beispielsweise eine bestimmte Szene, die wirklich zeigt, dass wir eine wahre Freundschaft im echten Leben unter uns pflegen. Das dringt richtig durch die Figuren durch. Wir kommentieren Harrys ersten Kuss mit Cho und sitzen da so rum und diskutieren darüber, was geschah und wie es war. Am Ende mussten wir alle ein wenig lachen und dieses Lachen ist echt, weil Daniel mich da tatsächlich zum lachen gebracht hat. Es hilft einfach. Zwischen uns existiert eine echte Chemie und das funktioniert dann ziemlich gut.
Auf jeden Fall. Vielen Dank. Schön Sie zu sehen.
[Emma Watson wurde interviewt von Portmann Media]
Katie Leung: «Wir haben den Kuss vorher auch nicht geübt, denn wir wollten, dass es realistisch rüberkommt. So wie der erste Kuss halt sein soll.»
Sie berichtet, wie sie die Rolle der Cho Chang gekriegt hat. Und warum sie während dem ganzen Film weinen musste.
Hallo Katie. Schön, Sie hier in der Schweiz zu treffen. Wie war die Schweizer Premiere für Sie?
Es war sehr aufregend und ich hatte viel Spass. Ich hätte nie so viele Leute erwartet. Es gibt unglaublich viele Harry Potter-Fans in der Schweiz, das ist toll. Es war wirklich grossartig und es hat mich sehr gefreut, wie wir von den Fans unterstützt wurden. Ich hoffe, sie haben den Film genossen.
Wie kamen Sie zu Ihrer Rolle in den Harry Potter-Filmen?
Ich ging einmal nach London. Einfach so, ganz normal. Ich ging eigentlich nur so zum Spass mit meinem Vater hin. Ich hatte im Vorfeld einen Aufruf zum Casting für die Rolle der Cho Chang im Fernsehen gesehen. Also ging ich einfach mal hin. Ich musste dann in den kommenden Wochen einige Male vorspielen und dann ging ich zu den Studios, wo der Film gedreht wurde, um einen Screen-Test zu machen. Dort lernte ich auch den Regisseur und einige der Darsteller kennen. Ein paar Wochen später erfuhr ich, dass ich die Rolle hatte. Das war unglaublich (lacht).
Welche Szene im Film hat dir am besten gefallen?
Von «The Order of the Phoenix»?
Ja.
Ich liebe die Szenen mit Sirus Black und Harry Potter. Einfach, weil ich wusste, dass Sirius am Schluss sterben wird. Es war herzzerreisend und sehr ergreifend, die beiden zu sehen, wie sie ihre persönlichen Momente zusammen haben. Eigentlich war es auch sehr traurig, das zu sehen, aber ich habe es trotzdem genossen. Es hat mich sehr berührt und ich habe den ganzen Film geweint (lacht).
Sie wissen, wir müssen einfach über die Kuss-Szene mit Daniel Radcliffe sprechen. Wie war das für Sie?
Es war sehr nett. Es ist eine sehr süsse Szene und es war toll, mit Daniel zusammenzuarbeiten. Er hat es geschafft, dass ich mich sehr wohl fühlte. Wir haben es vorher auch nicht geübt, denn wir wollten, dass es realistischer rüberkommt. So wie der erste Kuss halt sein soll. David Yates, der Regisseur, war auch grossartig. Er hat am Set eine sehr intime Atmosphäre geschaffen. Es waren zwar zehn bis zwanzig Leute anwesend, was sich nach viel anhört, aber das sind eigentlich überhaupt nicht viele. Es ging alles ganz problemlos.
Mit dieser Szene haben Sie viele Harry Potter-Fans eifersüchtig gemacht. Wie gehen Sie damit um?
(lacht) Nun, bisher habe ich noch keine negativen Rückmeldungen von Mädchen erhalten. Es waren alle immer sehr nett zu mir. Es war einfach grossartig, denn ich fühlte mich dadurch noch glücklicher, dass ich Harry Potter als erste küssen durfte (lacht).
Denken Sie, dass «Harry Potter» Ihnen zu einem guten Start in Ihre Schauspielerkarriere verhelfen konnte?
Definitiv, denn was gibt es besseres als Harry Potter? Es sind einfach gewaltige Filme mit vielen tollen Schauspielern und viele Leute sehen sich die Filme an. Es ist definitiv ein guter Start und ich bin glücklich, dass ich damit anfangen durfte. Ich freue mich schon auf den nächsten Film, dessen Dreharbeiten im September beginnen. Wir werden sehen...
[Katie Leung wurde interviewt von Portmann Media]
Daniel Radcliffe: «Man wird nun einen düstereren, einsameren und viel wütendenderen Harry sehen als in den letzten Filmen.»
Harry Potter ist fast erwachsen. Ob auch Daniel Radcliffe einen reiferen Umgang mit den Kollegen pflegt, verrät er im Interview.
Daniel, toll Sie wiederzusehen. Das ist nun schon das fünfte Mal und wir gewöhnen uns alle langsam an die ganze Publicity-Sache. Wie sehen Sie das?
Ja, mir geht es genauso. Langsam aber sicher gewöhne ich mich daran und ich fühle mich in diesem Jahr schon viel selbstbewusster mit meinen Antworten im Vergleich zu früher.
Apropos Selbstbewusstsein: Sie haben ja die Entwicklung der Figur von Harry Potter mitgemacht. Er wächst ja durch die Bücher hindurch auf, und dieser Teil ist nun viel erwachsener und psychologischer geworden und aus seiner Sicht heraus auch introvertierter. Können Sie uns ein bisschen mehr über die Entwicklung der Figur Harry im Film erzählen?
Ich denke, man wird nun einen düstereren, einsameren und viel wütendenderen Harry sehen als in den letzten Filmen. Das kommt sowohl daher, dass er missverstanden wird, als auch von all dem, was er bisher alles durchgemacht hat. Das hat sich anscheinend alles ziemlich aufgehäuft und er weiss nicht so recht damit umzugehen. Aber gerade das macht ja Harry so sympathisch: Er geht durch die Hölle und am Ende steht er immer noch da mit einer intakten Integrität.
Wo in den vorangegangenen Filmen noch eine gewisse Distanz herrschte gegenüber der Erwachsenenwelt, führt Harry diesmal eine ziemlich direkte Beziehung zu allen Erwachsenen, die vorkommen - also jetzt eben nicht nur Voldemort, sondern auch sein Pate und andere. Hat das zu einer veränderten Zusammenarbeit mit den älteren Schauspielern geführt? Obwohl zwar auch Sie jetzt schon praktisch ein Erwachsener sind.
Nein, die erwachsenen Schauspieler waren schon immer sehr gut zu mir und sie haben mich nie bevormundet. Aber ich sehe Ihren Punkt und: Ja, es ist vielleicht wahr, dass ich tatsächlich anders mit ihnen zusammengearbeitet habe als zuvor. Besonders Gary und ich hatten eine viel erwachsenere Beziehung in diesem Film. Er betrachtete mich auch als einen ganz normalen Schauspieler, mit dem er zusammenarbeitet. Also, Gary und ich haben uns wirklich sehr gut verstanden, und es war toll, mit ihm zusammenarbeiten zu können.
Gewisse Dinge gehen womöglich leichter von der Hand, weil Sie das Set nun schon zum fünften Mal besuchen, Sie kennen die Figuren... Was diesmal vielleicht etwas schwieriger gewesen sein könnte, ist, dass sich die Special Effects verändert haben, was sich dann auch aufs Schauspielern bezogen hat. Ist das richtig?
Die Technik, die zur Schaffung der visuellen Effekte führt, hat sich permanent weiterentwickelt. David Heyman, der Produzent, hat etwas sehr gut dargelegt: In einem Interview sagte er, dass man in den ersten paar Filmen die Effekte mit den Kreaturen und die Special Effects kombiniert habe - dann haben sie jedoch herausgefunden, dass es sehr schwierig ist, diese beiden Dinge parallel zu handhaben. In diesem Film beschränkt sich deshalb alles auf die Special Effects, es sind alles nur noch visuelle Effekte. Dadurch sieht man keinen Unterschied mehr zwischen den Kreaturen und anderen Effekten. Daher, ja, hatten wir öfters Interaktionen mit Dingen, die eigentlich gar nicht da waren, aber auch daran haben wir uns nach mittlerweile sieben Jahren gewöhnt.
Wie kommen Sie mit den ständig wechselnden Regisseuren zurecht?
Sehr gut. Es gibt ja nicht wirklich grosse Umstellungen. Aber dennoch ist es für uns jedes Mal so, als ob wir ein völlig neues Projekt beginnen würden. Auch wenn wir die meisten Leute, mit denen wir zusammenarbeiten, bereits kennen. Aber das Drehbuch ändert natürlich immer und ausserdem sind die Pausen zwischen den einzelnen Filmen ziemlich lange. Zurück ist am Set ist es für uns dann wie ein Neustart mit jedem neuen Regisseur, selbst wenn man die Figuren ziemlich gut kennt,. Und das ist toll. Ich muss hier aber auch anfügen, dass ich wirklich sehr glücklich darüber bin, dass David Yates, der jetzige Regisseur, auch den nächsten Film übernehmen wird.
[Daniel Radcliffe wurde interviewt von Portmann Media]
Rupert Grint: «Imelda Staunton sah ziemlich furchteinflössend aus in ihrem Kostüm und in ihrem Büro mit den jungen Kätzchen»
Rupert Grint (der Ron Weasley spielt) erzählt vom Dreh, von den Special Effects und von seinen Ängsten.
Rupert, es ist immer schön, Sie zu treffen. Nun ist es bereits Nummer fünf. Man hat das Gefühl, es gehe bereits eine Ewigkeit so. Sieben Jahre...?
Ja, tatsächlich. Schon eine ganze Weile, aber es macht immer noch Spass.
Wie empfinden Sie die Entwicklung der Figuren, da Sie ja jetzt alle erwachsen geworden sind gemeinsam mit Ihren Charakteren. War es hilfreich, dass sowohl Sie als auch die Figuren in den Büchern stetig älter wurden?
Sicher. Ich glaube, es war bestimmt hilfreich, im gleichen Alter zu sein, und es widerspiegelt sicherlich auch das, was wir selbst durchmachen. Das ist ziemlich cool.
Ich glaube, für euch Schauspieler muss der neue Film besonders interessant sein. Zuvor war immer eine Distanz zwischen den jungen Schauspielern und den älteren zu spüren. Nun ist diese Lücke viel kleiner. Wie hat sich dieses Zusammenspielen mit den älteren Schauspielern auf Ihre Arbeit ausgewirkt?
Es ist toll, dass so viele Zutaten beigemischt wurden - nur schon all die grossen Namen. Das ist wirklich grossartig. Man lernt dadurch natürlich viel, und da ich nun bereits seit einiger Zeit mit diesen Leuten zusammenarbeite, macht es wirklich Spass. Und es gibt auch einige neue Namen: Wir haben Imelda Staunton, die Dolores Umbridge verkörpert. Sie ist ziemlich gruselig. Dann ist da Helena Bonham Carter, die Bellatrix Lestrange spielt... Ja, das ist schon ziemlich cool.
Imelda Staunton war toll, vor allem betreffend ihrer Gesichtszüge. Wie war es mit ihr auf dem Set?
Sie war sehr lustig. Sie sah ziemlich furchteinflössend aus in ihrem Kostüm und in ihrem Büro mit den jungen Kätzchen und all dem. Es war schon etwas beängstigend.
Man hat bei diesem Film das Gefühl, dass die Special Effects anders angewandt wurden als zuvor. Hatten auch Sie diese Empfindung oder war es für Sie dasselbe?
Ja doch, es gibt viele visuelle Effekte, und einige darunter, die ziemlich verzwickt waren. In einer Szene war das ganze Set bloss ein grüner Raum und man musste sich im Prinzip alles vorstellen. Das war sicherlich schwierig, aber es ist schön, wenn man dann alles zusammengesetzt sieht. Wir haben nämlich nichts davon gesehen, was letztlich im Film zu sehen ist.
Wann kriegen Sie denn die Dinge zum ersten Mal zu sehen? Wenn alles komplett fertig ist oder noch während des Filmens?
Normalerweise erst, wenn alles fertig gestellt ist. Man sieht schon ein paar Ausschnitte bereits während des Drehs. Aber es ist schon auch für uns cool, wenn man es erst sieht, nachdem alles zusammengekleistert ist.
Was sind die Vor- und Nachteile, dass die Regisseure ständig wechseln, und was halten Sie davon?
Bisher war es ganz in Ordnung. Zu Beginn war es ein wenig seltsam, denn es war ohnehin das Erste, was ich je gemacht habe, und Chris Columbus, der die ersten zwei Filme drehte, brachte eine gewisse Routine und Konsistenz ins Spiel. Das war eigentlich ganz in Ordnung, aber ich muss sagen, dass wir jedes Mal sehr nette Leute hatten, und auch sehr unterschiedliche, was ich super fand. David Yates, der bei diesem Film Regie geführt hat, ist ebenfalls sehr angenehm. Er ist sehr entspannt und ruhig.
Ich habe Daniel Radcliffe bereits die Gleiche Frage gestellt, bezüglich dem Privileg, vielleicht die Ersten zu sein, die die neuen Bücher zu lesen kriegen. Er fing an zu lachen und meinte, Sie würden es zur selben Zeit zu lesen bekommen, wie alle anderen auch. Ist das ein wenig enttäuschend?
(schmunzelt) Auf gewisse Weise schon. Nein, es ist o.k., und ich schaue auf jeden Fall gespannt dem neuen Buch entgegen. Ich glaube, es wird sehr gut sein.
Bestimmt. Und wie ist Ihr Verhältnis zu J. K. Rowling? Haben Sie die Gelegenheit, mit ihr über die Figuren zu reden? Haben Sie Zugang zu ihr, wenn Sie Informationen brauchen?
In gewisser Weise ja. Sie kommt manchmal zum Set, was immer sehr spannend ist. Sie verrät uns zwar nichts, was wir nicht wissen sollten, aber sie ist sehr nett.
Auch das habe ich bereits Daniel Radcliffe gefragt: Inwieweit sind Sie daran interessiert, was die Leute allgemeint über Harry Potter denken. Lesen Sie viel darüber?
Ein klein wenig, ja. Von allem am Anfang war es etwas beängstigend, da diese Bücher derart populär sind und jeder sie liebt. Wir fühlten uns ein wenig unter Druck. Denn jeder hat seine eigene Vorstellung von Harry, Ron und Hermine. Ich erinnere mich noch, dass ich da etwas Angst davor hatte. Ansonsten glaube ich, dass die Leute sich mit der Zeit an uns gewöhnt haben. Es scheint o.k. zu sein.
[Rupert Grint wurde interviewt von Raya Abi-Rached]
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