Penélope Cruz Sánchez [peˈnelope ˈkruθ] (* 28. April 1974 in Alcobendas, Autonome Gemeinschaft Madrid) ist eine spanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.
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Penélope Cruz Sánchez [peˈnelope ˈkruθ] (* 28. April 1974 in Alcobendas, Autonome Gemeinschaft Madrid) ist eine spanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.
Leben
Penélope Cruz Sánchez wurde als Tochter von Eduardo Cruz, einem Automechaniker, und Encarna Sánchez, einer Friseurin, geboren. Sie hat zwei jüngere Geschwister: Mónica, ebenfalls Schauspielerin, und Eduardo, einen in Spanien bekannten Sänger. Cruz genoss ausserdem eine Ausbildung in klassischem Ballett. Anfang Juli 2010 heiratete sie auf den Bahamas ihren Schauspielkollegen Javier Bardem. Am 22. Januar 2011 brachte sie im Cedars Senai Hospital in Los Angeles einen Sohn zur Welt. Für Penélope und Javier ist es das erste gemeinsame Kind.
Karriere
Nachdem Cruz an Spaniens Nationalkonservatorium neun Jahre lang klassisches Ballett studiert hatte, setzte sie das Training bei einer Reihe prominenter Tänzer fort. Mit 15 gewann sie jedoch einen Talentwettbewerb. Der damit zusammenhängende Vertrag brachte ihr verschiedene Rollen in spanischen Fernsehshows und Musikvideos und ebnete ihr so den Weg für eine Karriere auf der grossen Leinwand. Mit ihrem Auftritt in dem Musikvideo "La Fuerza Del Destino" der Popgruppe Mecano erlangte sie 1988 in Spanien zum ersten Mal eine gewisse Bekanntheit.
Ihr Filmdebüt gab Cruz in El laberinto griego (The Greek Labyrinth, 1991), danach hatte sie eine kleine Rolle in dem Timothy-Dalton-Thriller Framed (1992, TV). Ihr dritter Film war der mit einem ‚Oscar‘ ausgezeichnete Belle Epoque (1992), in dem sie eine von vier Schwestern spielt, die um die Gunst eines attraktiven Deserteurs konkurrieren. Ihre Filmbiografie wuchs weiter um drei bis vier Filme pro Jahr und bald war Cruz die führende Frau in Spaniens Kino. Live Flesh - Mit Haut und Haar (Carne trémula, 1997) eröffnete ihr die Möglichkeit, mit Spaniens renommiertem Regisseur Pedro Almodóvar (der später ihr Türöffner zum internationalen Film wurde) zu arbeiten. Im selben Jahr spielte sie die Hauptrolle in dem Mysteryfilm Virtual Nightmare - Open Your Eyes (Abre los ojos, 1997), der 2001 noch einmal mit ihr (in derselben Rolle) an der Seite von Tom Cruise als Vanilla Sky für das amerikanische Kino neu verfilmt wurde.
Einen Höhepunkt erlebte ihre Karriere 1998, als sie für die Filmindustriekomödie Das Mädchen deiner Träume (La Nińa de tus ojos, 1998) den Goya-Filmpreis als beste Schauspielerin bekam. Cruz unternahm auch Ausflüge in den englischsprachigen Film, doch ihr erster internationaler Hit war Almodóvars Oscar-gekröntes Werk Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre, 1999), in dem sie eine schwangere, AIDS-kranke Nonne spielt. Der Film wurde mit Preisen und Lob überschüttet und Cruz war plötzlich auf beiden Seiten des Atlantiks überaus bekannt und begehrt.
Ihr nächstes grosses Projekt war Woman on Top (2000), eine amerikanische Komödie über eine Köchin mit bezaubernden Fähigkeiten und einem schweren Fall von Reisekrankheit. Während ihres USA-Aufenthalts spielte sie mit Johnny Depp in dem Drogenhandeldrama Blow (2001) und mit Matt Damon in Billy Bob Thorntons All die schönen Pferde (All The Pretty Horses, 2000). Trotz weiterer Hollywood-Rollen wie z.B. in Cameron Crowes Vanilla Sky (2001) und in Breck Eisners Actionfilm Sahara (2005) blieb ihr der schauspielerische Erfolg in den USA verwehrt. Mit ihren Liaisons zu den Filmpartnern Tom Cruise (Vanilla Sky) und Matthew McConaughey (Sahara) sorgte sie lediglich für Schlagzeilen in der internationalen Boulevardpresse.
2006 kehrte Cruz in ihr Heimatland Spanien zurück und agierte erneut unter der Regie von Pedro Almodóvar. Für ihre herausragende Leistung in der Tragikomödie Volver - Zurückkehren erhielt sie mit ihren Schauspielkolleginnen Carmen Maura, Lola Dueńas, Blanca Portillo, Yohana Cobo und Chus Lampreave im selben Jahr den Darstellerpreis der 59. Internationalen Filmfestspiele von Cannes sowie Monate später den Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin. 2007 war sie als beste Hauptdarstellerin erstmals für den Oscar nominiert. Lob vonseiten der Kritik erhielt sie auch für ihre Nebenrolle in Woody Allens Komödie Vicky Cristina Barcelona (2008), die ihr 2009 den ‚Goya‘ und den BAFTA Award sowie eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte.
Für ihren Part der María Elena wurde ihr im selben Jahr schliesslich als erster spanischer Schauspielerin überhaupt der Oscar verliehen. Wenige Monate später folgte der Kinostart von Almodóvars Film Zerrissene Umarmungen (Los abrazos rotos), in dem sie eine vermeintlich erfolglose, tragisch endende Schauspielerin verkörperte. Die Rolle - in der bereits vierten Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar spielt sie sowohl die zurückhaltende Schauspielerin Lena Rivero, eine Frau zwischen zwei Männern, als auch deren Darstellung der aufgedrehten Pina in dem Film - brachte ihr eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis ein.
Im November 2007 wurde bekannt, dass Penélope mit ihrer Schwester Mónica zusammen in einem Musikvideo ihres Bruders Eduardo, in dem die beiden zwei Pornostars verkörpern, mitspielen würde.
Ab Februar 2010 arbeitete Penélope Cruz zusammen mit Rob Marshall an dem Musikfilm Nine, wofür sie jeweils in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für den Oscar und den Golden Globe nominiert wurde. Im Mai 2010 konnte man sie in Sex and the City 2 sehen. Im vierten Teil der Pirates of the Caribbean-Reihe war sie ab Mai 2011 an der Seite von Johnny Depp in der Rolle der Angelica zu sehen. Im April 2011 bekam sie als erste spanische Schauspielerin einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
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