Francis Ford Coppola (* 7. April 1939 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Weingutsbesitzer. Als Regisseur von Klassikern wie Der Pate und Apocalypse Now zählt er zu den bedeutendsten Filmschaffenden des US-amerikanischen Kinos.
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Francis Ford Coppola (* 7. April 1939 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Weingutsbesitzer. Als Regisseur von Klassikern wie Der Pate und Apocalypse Now zählt er zu den bedeutendsten Filmschaffenden des US-amerikanischen Kinos.
Da er dem etablierten Studiobetrieb Hollywoods kritisch gegenüberstand, gründete Coppola 1969 das unabhängige Filmstudio American Zoetrope, wo unter anderem die ersten Filme von George Lucas verwirklicht wurden. Nachdem er mit dem Studio in finanzielle Schwierigkeiten geriet, inszenierte Coppola ab Mitte der 1980er Jahre auch kommerziell ausgerichtete Filme mit weniger künstlerischem Anspruch.
Biografie
Francis Ford Coppola nahm eine Stelle im Drehbuchteam von Warner Bros.-Seven Arts ein und wurde mit der Verfilmung des Broadway-Hits Finian's Rainbow von 1947 beauftragt. Im Juni 1968 begann Coppola mit den Dreharbeiten zu Der goldene Regenbogen und begegnete dort George Lucas, der an dem Samuel-Warner-Memorial-Stipendium teilnahm. Coppola nahm Lucas zu seinem Assistenten für Dreharbeiten an Der goldene Regenbogen. Dabei ging Lucas mit einer Sofortbildkamera über das Set und schoss Bilder möglicher Kameraeinstellungen. Der Film floppte an den Kinokassen und der Umstand, dass ein Weisser dadurch bestraft wird, dass er zu einem Schwarzen wird, trug ihm zusätzlich den Vorwurf des Rassismus ein.
Bis zum Ende der Dreharbeiten waren Coppola und Lucas gute Freunde geworden. Der Regisseur erzählte Lucas, dass er plane, einen Road-Movie nach der Vorlage einer eigenen Kurzgeschichte namens Echoes zu drehen. Liebe niemals einen Fremden erzählt die Geschichte einer schwangeren Frau, die ihren Ehemann eines Nachts verlässt und sich mit einem Tramper auf eine ziellose Reise begibt. Dabei wollte Coppola selbst zusammen mit Lucas während einer Odyssee von New York nach Nebraska den Film drehen, möglichst unabhängig von Hollywoods Filmstudios. Da Lucas zu dieser Zeit sein eigenes Projekt mit THX 1138 beginnen wollte, machte Coppola Lucas ein Angebot. Er versprach, eine Absprache mit Warner Bros.-Seven Arts zu treffen, damit Lucas vom Studio dafür bezahlt würde, ein Drehbuch für THX 1138 zu schreiben. So konnte Lucas ihn als Assistenten bei Liebe niemals einen Fremden begleiten und während der Reise gleichzeitig an THX 1138 arbeiten.
Coppola, der sich schon längere Zeit von Hollywoods Filmindustrie abwenden wollte, schlug Lucas vor, ein unabhängiges Studio zu gründen. Nach einer Tagung mit dem Filmemacher John Korty, der von seiner dritten Produktion in seinem eigenen Studio berichtete, beschlossen Lucas und Coppola das Studio Korty Films zu besichtigen. Coppola schaute sich noch andere unabhängige Studios an. So besichtigte er eine kleine Firma namens Lanterna Films in Dänemark und bekam ein Zoetrop als Andenken an seinen Besuch geschenkt. Bald darauf bestellte er zusammen mit Lucas hochwertige Filmausrüstung und kümmerte sich um Räumlichkeiten, die er 1969 in San Francisco gefunden hatte. Seinem Studio gab er den Namen American Zoetrope.
Weiterer Lebensweg
Dann wurde ihm "ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte" (CBS News) : das Mafiaepos Der Pate (The Godfather) von 1972, nach einem Roman von Mario Puzo. Dies wurde sein Durchbruch als Regisseur. Coppolas letzter grosser Erfolg war 1979 das Vietnam-Epos Apocalypse Now, in dem unter anderem auch Marlon Brando und Robert Duvall aus Der Pate mitspielten. Nach einer Drehdauer von 1976-79 konnte Coppola den Antikriegsfilm endlich fertigstellen. In der Produktionszeit kam es zu Differenzen mit dem Filmverleih United Artists. Trotzdem wurde es zu einem finanziellen und künstlerischen Erfolg. Apocalypse Now ist bis heute einer der einflussreichsten Filme der vergangenen fünfzig Jahre. Von dem grandiosen Flop Einer mit Herz konnte er sich jedoch nicht mehr erholen. Filme wie Die Outsider und Rumble Fish drehte er, um seine Schulden abzubezahlen. Die von ihm eingesetzten Schauspieler wurden als Brat Pack die Jungstars ihrer Generation. Sein Wunschfilm Cotton Club wurde erneut ein Misserfolg, und Coppola drehte Peggy Sue hat geheiratet. Diesen Teufelskreis aus Flops und Auftragsarbeiten konnte er bis heute nicht durchbrechen. So sah er sich entgegen vorherigen Beteuerungen doch gezwungen, Der Pate - Teil III zu drehen. Gleiches gilt für den Kinderfilm Jack mit Robin Williams und die John-Grisham-Verfilmung Der Regenmacher. Ein danach geplantes Projekt, das ihm schon lange am Herzen lag, Megalopolis, kam nicht zustande. Dafür veröffentlichte er 2007 den weitaus persönlicheren Jugend ohne Jugend, über Alter, Tod, Angst, Liebe, Sprache, Frühgeschichte, Traum, Reinkarnation und Atomwaffen. Mit dem vollständig digital gedrehten Film brachte er es auf die Titelseite der renommierten Cahiers. Die Kritik in den Vereinigten Staaten reagierte ablehnend.
Finanzielle Einnahmen erzielt Coppola vor allem mit seinem Weingut.
Francis Ford Coppola erhielt bisher insgesamt fünf Oscars bei vierzehn Nominierungen. Er erhielt die Auszeichnung 1971 für das Drehbuch für (das nicht von ihm inszenierte) Patton - Rebell in Uniform, 1972 für das Skript zu Der Pate sowie 1975 für Produktion, Regie und Drehbuch für Der Pate - Teil II.
Coppola produzierte zahlreiche Kinofilme anderer Regisseure, darunter George Lucas' American Graffiti (1973), Akira Kurosawas Kagemusha (1980), Godfrey Reggios Koyaanisqatsi (1983), Paul Schraders Mishima - Ein Leben in vier Kapiteln (1985) und Tim Burtons Sleepy Hollow (1999).
Francis Ford Coppola ist der Onkel der US-amerikanischen Schauspieler Nicolas Cage und Jason Schwartzman, Vater der Regisseure Sofia Coppola (Lost in Translation) und Roman Coppola (Musikvideos) sowie Bruder der Schauspielerin Talia Shire. Sein ältester Sohn, Gian-Carlo, kam 1986 bei einem Bootsunfall ums Leben.
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